DK-Contiomagus
DK-Contiomagus

Im schönen Saarland fing alles an...

 

Schon mit 9 Jahren durfte ich meinen Vater und seine Freunde zu den Niederwildjagden in unserer saarländischen Heimat begleiten. Rückblickend sind es aber nicht die großen Treibjagden, die meine Erinnerungen dominieren, sondern vielmehr die kleinen "Klepperjagden" mit 2-3 Flinten und ebenso vielen Vorstehhunden. In diesem kleinen Rahmen war es möglich, sich ein Bild über die klassische Arbeit unserer Vorstehhunde zu machen. Beim Suchen und Buschieren in dem abwechslungsreichen Revier am Ufer der Saar galt es Fasan, Rebhuhn, Feldhase und auch den damals noch zahlreichen Kaninchen. Stockenten, Ringeltauben, Eichelhäher und ab und zu ein Fuchs rundeten das bunte Streckenbild ab.

"Diana" - eine Kindheitserinnerung

Besonders faszinierend waren für mich die Hundearbeit und vor allem die Vielseitigkeit der Vierläufer. Ausschließlich positiv tat sich dabei ein Hund hervor - "Diana" die DD/DK-Mischlingshündin eines väterlichen Jagdfreundes. Obwohl sie von ihrem Führer eher "minimalistisch" ausgebildet wurde, bestach sie in ihrer Arbeit und vor allem durch ihren Jagdverstand und ihre Vielseitigkeit: Egal ob es galt, den kranken Wintererpel aus dem bitterkalten Wasser der Saar zu bringen, das flinke Kanin spurlaut aus dem dichtesten Brombeerverhau zu stöbern oder den kranken Fuchs zu finden und zu würgen. Ich kann mich keiner jagdlichen Situation entsinnen, der "Diana" nicht gewachsen war. Dass sie das Wild nicht vorschriftsmäßig ausgab, sondern ihrem Herrn vor die Füße spuckte, dass ihr Gehorsam ab und zu versagte, war nicht Schuld der Hündin, sondern eher eine Folge der "speziellen" Dressur die ihr Herr ihr angedeihen ließ. Aber, das wusste er tatsächlich auch und nahm seinem Hund diese Unarten kaum krumm.

Erste Schritte als Hundeführer

Zu den Sternstunden meiner Kindheit zählten die Tage, an denen ich"Diana" bei der Jagd führen durfte. Zwar arbeitete sie weitgehend selbstständig, doch kam es ab und zu vor, dass sie mir das erlegte Wild zutrug. Ich glaube heute, dass "Diana" wusste, welch unbändige Freude sie mir damit bereitete. Stolz wurde dann der Fasan an den selbst gebastelten Galgen gehängt oder der gebrachte Hase ausgedrückt und im Segeltuchrucksack verstaut. Nach dem Streckelegen ging es dann meist zur Jagdhütte nach Wallerfangen, wo die Erwachsenen bei Schwenker und Bier fachsimpelten und ich mit "Diana" am Lagerfeuer saß und den spannenden Jagdgeschichten lauschte, während ich die Hündin streichelte. Ich muss heute feststellen, dass es dieser bärtige Mischling ohne Stammbaum war, der in mir die Passion für die Arbeit mit dem Vorstehhund und die Hege des Niederwildes geweckt hat.

Genauso wie der aufregende Geruch von abgeschossenen Schrotpatronen oder die unglaubliche Farbenpracht des Fasanenhahns, gehört der kluge, sanfte Blick aus "Dianas" Hundeaugen und der herbe Geruch ihrer rauen Jacke zu meinen intensivsten Kindheitserinnerungen.

 

"Elk vom Dunzelbach"

1989 war es dann so weit, mit "Elk" bekam ich mit 14 Jahren meinen ersten eigenen Hund -  einen Deutsch-Kurzhaar!

Gemeinsam absolvierten wir den Hundeführerlehrgang und bestanden das Derby, die Solms und die saarländische Brauchbarkeitsprüfung. 1992, in dem Jahr, in dem ich "Elk" auf der VGP führen wollte, wurde er im Revier Ockfen von einem Keiler tödlich geschlagen. Trotz der großen Trauer entschied ich gemeinsam mit meinem Vater, dass möglichst rasch ein neuer Kurzhaar kommen sollte.

 

Seit dieser Zeit begleiten mich Hunde der Rasse DK. Allen voran seien hier Birko vom Amtmannsloch, Ullo KS Rothenuffeln und vor allem Eddie vom Theelshof genannt.

KS Sadhu Rothenuffeln - die Mutter aller Contiomagus-Hunde

Züchterische Ambitionen lagen mir so lange fern, bis mir das Schicksal die kapitale Hündin "Sadhu KS Rothenuffeln" in die Hände spielte. Sie stellt heute noch das Ideal eines Vollgebrauchshundes für mich dar und jagte bis kurz vor ihrem Tod tapfer an meiner Seite. Derby, Solms, VGP, IKP und Kleemann - bei keiner der Prüfungen ließ mich der "schwarze Blitz" im Stich und konnte sich dabei immer von ihrer besten Seite zeigen. Doch viel wichtiger als die Prüfungslaufbahn war die jagdliche Leistungsfähigkeit dieser Ausnahmehündin.

Manch verloren geglaubtes Stück Wild konnte nur dank ihres unbeugsamen Folgewillens zur Strecke gebracht werden. Trotz ihrer geradezu brachialen Schärfe war sie vollkommen sozial verträglich und ein treuer Spielgefährte unserer Kinder. Unkompliziert im Wesen und vor allem immer bereit, den Teufel aus der Hölle zu holen. Egal ob bei der Niederwildjagd oder an Sauen - Sadhu war eine sichere Bank für Spitzenleistungen.

Josef vom Theelshof - Ruhe und durchführende Energie

Glück hat man nicht immer, aber als ich Josef vom Theelshof als Welpen von Marcel Krenz bekam, war mir Fortuna mehr als hold. Sehr schnell zeigte sich, dass aus ihm ein besonderer Rüde wird. Seine geradezu an Lethargie grenzende Gelassenheit zeichnete diesen kapitalen Vollblutjäger aus und machte ihn in absolut jeglicher Hinsicht unbegrenzt belastbar. Hinzu kam eine derart ausgepräge Wildschärfe, wie ich sie zuvor lediglich bei meinem braven "Bär" erlebt habe. Als Berufsjäger kann man sich einen derart leistungsstarken Vollgebrauchshund nur wünschen und nach einer tadellosen Prüfungslaufbahn stand fest, dass Josef der Stammvater meiner Dk-Zucht werden sollte.

 

Der A-Wurf "Contiomagus"

 

Am 06.05.2008 fiel in den frühen Morgenstunden der A-Wurf aus Sadhu und nach Josef nach einer besonders für mich aufregenden Geburt. Nun war der Bann gebrochen und nach kurzer Zeit fiel dann auch der B-Wurf.

Wer nun erwartet, dass wir mittlerweile schon viele Würfe gezogen haben, ist auf dem Holzweg. In diesen 6 Jahren fielen genau 3 Würfe in unserem Zwinger. Warum?

Es ist uns ein Anliegen, nur dann zu züchten, wenn sich die Hündin bei allen Jagdarten konstant voll tauglich zeigt und wir einen passenden Rüden gefunden haben. Jegliche Zucht ist mit Sicherheit ein Risiko, aber es liegt auf der Hand, dass dieses Risiko nur dann kalkulierbar wird, wenn man sich im Vorfeld alle Mühe macht, die Zuchttiere in Hinsicht auf Leistung, Wesen und Gesundheit genau zu selektieren. Eine konstante Leistung zeigt sich meines Erachtens aber nicht durch das Bestehen einer Prüfung, sondern in erster Linie durch die jagdliche Praxis und das tägliche Zusammenleben mit diesem Hund.

Auch als Berufsjäger in einem großen Revier mit besten Möglichkeiten, kann ich erst eine definitive Aussage über das tatsächliche Leistungsvermögen des potentiellen Zuchthundes treffen, wenn ich mit diesem über einen längeren Zeitraum gejagt habe. Die tatsächliche Ruhe, Schärfe und Wesensfestigkeit muss auch nach bereits erworbener Praxis immer noch fest im Hund verankert sein. Wer sich die Zuchttiere anderer Zuchtstätten mit wachem Auge betrachtet, wird bald erkennen, dass es mit jagdlicher Praxis und Leistung meist nicht weit her ist.

Auch wenn sich in der Natur nicht alles so kontrollieren lässt, wie man es sich selbst vielleicht vorgestellt hat, kann ich eines garantieren:

Die Zuchttiere unseres DK-Zwingers "Contiomagus" sind alles andere als "Schreibtischtäter", sondern beweisen ihre Vorzüge bei sämtlichen Jagdarten und wissen durch tatsächliche Leistung zu überzeugen. 

 

 Unserem Zwingermotto "Egal wann - Egal Wo" bleiben wir auch weiterhin treu!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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